Montag, 18. August 2008

Odeceixe










Es war mal wieder Wochenende, und ich hatte sogar etwas worauf ich mich freuen konnte. Beach Party in Lagos am Praia Batata, mit Reggae live Akts und allem drum und dran. Nun das blöde war nur, das ich nach meiner Ankunft in Lagos feststellen musste, das die Party schon am Donnerstag war und ich somit am Freitag nur noch zuschauen konnte wie der Müll beseitigt wurde. Also blieb mir nichts anderes übrig als mal wieder eine Kneipentour zu machen und Smalltalk mit den Touristen zu hallten.
Am Samstag dann fuhr ich nochmal 60 km weiter in den Norden an die Grenze zum Alentejo um mir dort das EcoFest in Odeceixe anzuschauen. Der platz in der Bucht den ich mir zum campen ausgesucht habe war zwar gut 5km außerhalb des Städtchens, aber dafür herrlich zwischen Klippen an einer Flussmündung gelegen.
Dort traf ich auf eine Gruppe junger Leute aus Österreich, mit denen ich mich auf Anhieb gut verstanden habe. Etwas später gesellten sich dann auch noch ein paar Portugiesen zu uns, und die Gruppe war perfekt. Im laufe des Abends holte einer der Öschis seine Gitarre aus dem Bus, worauf ich natürlich auch meine holte. Als nächstes dann kam ein Akustik Bass mit hinzu, dann noch Klarinette, Saxophon, Maultrommel und Beatbox, und die Saison ging richtig gut ab. Ich habe noch nie erlebt das so viele unterschiedliche Charaktere die sich nicht kenne so einfach und cool Musik zusammen machen, es war herrlich und der abgefahrene Sound welcher sich aus eine Mischung von Blues, Jazz, und traditionellen Portugiesischen Melodien zusammen setzte hallte von den Klippen wieder. Es war einfach herrlich.
Später beschlossen wir dann noch die 5 km Fußmarsch auf uns zu nehmen und uns das EcoFest anzuschauen. Am Anfang wurden dort meine Ohren mit Fado gequält, ich frage mich echt wie die Portugiesen das anhören können ohne sich wie die Lemminge von den Klippen zu stürzen, ja so was trauriges und depressives gibst gar nicht. Danach kam dann ne Band mit zwei trommeln und Dudelsack, war aber leider nur so ein Lückenfüller.
Was danach kam war ein heiden Spaß. Eine Band mit Quer flöte statt Gesang und ansonsten in einer Typischen Rock Besetzung, und was dabei heraus kam war eine Mischung zwischen Irisch Folk, Jethro Tull und funk. Den Leuten beim Tanzen zu zuschauen war ein Augenschmaus, so viel Südländisches Feuer und Energie, faszinierend. Und dann gab es noch Gruppentänze, wo man ständig den Tanzpartner wechselt, und ehe man es sich versieht ist man mittendrin statt nur dabei, hat zwar etwas gedauert um bei den Schritten durch zu steigen, aber dann war es einfach nur ein toller Spaß ich habe mich schon lang nicht mehr so lebendig gefühlt.

1 Kommentar:

Linea de Mareth hat gesagt…

if you like this tipe of landspcapes, you must see some photos of the cost of Asturias, in the north of Spain